WIR waren dabei BEI DER BERLINWEITEN DEMONSTRATION:

GEMEINSAM GEGEN VERDRÄNGUNG UND #MIETENWAHNSINN.

 

AM 14. APRIL 2018, AB 14 UHR AB POTSDAMER PLATZ


Demo: Mietenwahnsinn - Widersetzen in Berlin (14.04.2018)

Schirmlos, aber massig gegen Spekulanten

 

Die GloReiche Nachbarschaft hat sich an der Vorbereitung für die  Berliner Demo gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn beteiligt. Die war ein Erfolg – und erst der Anfang!

 

Gewöhnlich stehen an einem Sonnabend um 13.30 Uhr wenige Menschen an der Bushaltestelle des M29er Glogauer/Reichenberger Straße und wollen Richtung Grunewald fahren. Am 14. April 2018 ist das anders: Einige Kleingruppen haben sich hier versammelt, tragen selbstgestaltete Pappschilder und wollen, genau wie die GloReiche Nachbarschaft, zum Potsdamer Platz und an der Demonstration gegen Verdrängung und den Mietenwahnsinn teilnehmen.  Für uns ist dieses Bild eine Belohnung. In den vergangenen Wochen haben wir fleißig unseren Kiez plakatiert, Werbung über unsere Social Media-Kanäle gemacht und viele Gespräche mit Nachbar*innen geführt. – die Mietendemo ist wichtig! Wir müssen auf die Straße! Das haben nicht nur wir gemacht. In unserem Umfeld waren alle Initiativen aktiv, haben den Demonstrationstermin bekanntgemacht und zuvor an den Aktionstagen teilgenommen. Als der Bus vorfährt, sehen wir im Oberdeck Schilder über Schilder. Vielleicht wird diese Demo doch kraftvoller, als wir vermuten?

 

Um 13.00 Uhr nämlich hatte sich ein GloReicher, Mitglied des Presseteams, bei uns vom Potsdamer Platz gemeldet: Kaum Leute, Wetteraussichten schlecht –  er befürchte wenig Zulauf. Egal, nun sind wir unterwegs, und 20 Minuten später wissen wir: Wären wir doch nur mit Schirmen losgegangen. Es regnet, regnet, regnet. Ist der Wettergott ein Vermieter?

 

Dann zeigen wir es ihm! Schirmlos ziehen wir los und lassen uns durchfeuchten; auf Höhe des Mehringdamms bricht die Sonne durch. Dieser Moment ist nicht nur wegen des Wetterwechsels besonders. An dieser Stelle sehen wir auf einmal, wie viele Leute unterwegs sind. Weder können wir das Ende noch den Anfang dieses Demonstrationszuges ausmachen. Wir erhalten Nachrichten von Freund*innen, die gerade erst am Potsdamer Platz losgegangen sind. Und wenn wir direkt in die Demo blicken, sehen wir alle: Student*innen und Rentner*innen, Eltern und Kinder, Nachbarinnen und Nachbarn, dazu einen flotten Haufen Rollstuhlfahrer*innen aus allen Gruppen – die ganze Stadt ist auf den Beinen bzw. auf den Rädern. Wir behaupten mal: Mehr Querschnitt war nie! Die berühmte Berliner Mischung ist mit uns gemeinsam auf der Straße!

 

Diese beeindruckend bunte Menge, die nach Zählungen des Organisations-Teams 25.000 Teilnehmer*innen umfasst, schiebt sich am Ende auf die Kreuzung Potsdamer Straße/Goebenstraße und ist viel zu groß, als dass sie von den Lautsprechern erreicht werden könnte. Das macht aber niemandem etwas aus – alle wissen, worum es geht: Wir sind ab heute Teil einer neuen sozialen Bewegung, die erst an ihrem Anfang steht.

 

Presseberichte zur Demo gibt es auf der #Mietenwahnsinn Webseite