Filou bleibt!

Das "Filou"-Tagebuch: Wir wollen unsere Bäckerei behalten!

 

Diese Seite ist in Form einer Timeline aufgebaut. Das bedeutet, das Neuste steht an erster Stelle.


22.07.2017 - 20 Jahre Filou!
Das muss gefeiert werden!

 

 

12. Juli 2017 - Unterzeichnung des Mietvertrags

Im Beisein von MdB Christian Ströbele haben Nadja und Daniel die Mieter der Kreuzberger Bäckerei Filou und die Eigentümer des Hauses Reichenberger Straße 86, Charles Skinner und David Evans, einen neuen, faireren Kleingewerbemietvertrag, der ein ausgeglicheneres Machtverhältnis zwischen Eigentümern und Mietern zum Ziel hat unterschrieben. Die Ganze Geschichte findet ihr hier.

 

 

29. März 2017

Erscheinungstermin der Zeitschrift Tina mit dem Artikel „Unsere Bäckerei muss bleiben“

 

 

25. März 2017

Filou bleibt ist nicht länger eine Parole. Das muss gefeiert werden. Neben Redebeiträgen und Danksagungen der GloReiche(n) Nachbarschaft, Bizim Kiez sowie den Betreibern des Filous gab es ein kurzweiliges buntes Programm. Mit dabei waren „Die Gorillas“, DJ Attilla, Die Sängerin Minou sowie der Sänger Joao Fernandes mit seiner Gesangspartnerin Celine.

Mit uns gefeiert haben auch Claire D‘Orsay, Cansel Kiziltepe, Monika Matthias und Hans-Christian Ströbele.

Überraschungsgäste waren das Kiezgeflüster und der vorherige Betreiber des Filou.

 

 

21. März 2017 - Abends

Bei der 2. Kiezversammlung im SO36 berichtet die GloReiche über den erfolgreichen Protest. „Eine kleine Sensation ist die Entwicklung rund um die Bäckerei Filou in der Reichenberger Straße“ schreibt die Zeitung Neues Deutschland.

 

 

21. März 2017 - Nachmittags

Nadja und Daniel unterzeichnen einen Vorvertrag im Büro von Hans-Christian Ströbele. Damit ist sicher: Filou bleibt! Der Vertrag wird zunächst ohne Mietsteigerung um drei Jahre verlängert. Danach verlängert er sich jeweils automatisch immer wieder um fünf Jahre, so lange die Miete pünktlich gezahlt wird und keine außerordentlichen Kündigungsgründe vorliegen, wie es auch in Wohnungsmietverträgen Standard ist. Die Mieter haben dagegen ein Kündigungsrecht mit sechsmonatiger Frist.

In diesem Zusammenhang soll ein neuartiger Mustermietvertrag mit besserem Schutz für Kleingewerbe entworfen werden.

 

 

19. März 2017

Auf unserer Facebookseite teilen wir die tolle Nachricht +++ Café-Bäckerei Filou bleibt: Kündigung zurückgezogen - neuer Mietvertrag in Aussicht +++

Dieser Beitrag hat inzwischen mehr als 30.000 Personen erreicht. Er wurde bisher 88 mal geteilt und über 400 mal geliked.

 

 

17. März 2017

Tag der Kehrtwende! Die Hauseigentümer laden Nadja und Daniel zu einem weiteren Gespräch ein. Während diesem Gespräch ziehen sie die Kündigung zurück und bieten den Betreibern einen neuen Vertrag an. Charles Skinner sagte dazu der TAZ: „Wir haben einen großen Fehler gemacht. Wir schrieben sofort eine Mail an die Bäckerfamilie und baten um ein neues Treffen. Das war dann sehr emotional. Beide Seiten haben Fehler gemacht, aber wir den Größeren.“

 

 

16. März 2017

Auf Einladung von Hans-Christian Ströbele treffen sich Nadja, Daniel und ihre Tochter mit den Eigentümern Charles Skinner und David Evans zu einem Runden Tisch in Ströbeles Bundestagsbüro. Mit dabei sind dessen Mitarbeiter Andreas Weeger, ein Übersetzer sowie Coni von der GloReiche und Magnus von Bizim Kiez.

Der Gesprächsverlauf ist entmutigend, die Eigentümer wollen dem Filou keinen neuen Mietvertrag anbieten. „None and nothing will change our decision“, erklärt Charles Skinner. David Evans sagt, möglicherweise könnten Nadja und Daniel eine finanzielle Unterstützung erhalten. Darüber wolle man nachdenken und sich innerhalb der nächsten Woche mit den Mietern zusammensetzen.

 

 

15. März 2017

Mittels einer Flyeraktion an allen Häusern im näheren Umkreis des Filous bietet die GloReiche an Banner für Balkone und Fenster bereitzustellen.

 

 

10. März 2017 - Filou en francais!

In der französischen Zeitung Le Monde erscheint ein Artikel über das Filou.

An dem Tag wird auch bekannt, dass die Bantelmann Betriebe Berlin einen neuen Mietvertrag erhalten haben.

 

 

07. März 2017

Die Hauswand des „Vertikal“ ist wieder weiß.

 

 

06. März 2017

So lange sich die Medien für den Angriff auf das „Vertikal“ interessieren, bleibt das Graffito „Bonzen raus“ am Haus stehen. So rückt aber auch das Filou wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

 

 

05. März 2017

Das Filou unterstützt die Kundgebung des Kiezladens Friedel54 mit frischen Croissants. Die GloReiche ist bei der Kundgebung mit einem Redebeitrag dabei.

 

 

04. März 2017

Die GloReiche unterstützen die Kundgebung vor den Bantelmann Betrieben Berlin im Wrangelkiez und ist mit einem Redebeitrag dabei.

 

 

01. März 2017 - Abends

Unbekannte attackieren die Schaufenster des „Vertikal“ noch während der Öffnungszeiten und beschädigen fast alle Scheiben. Es taucht am selben Abend noch ein Bekennerschreiben aus der linken Szene auf.

 

 

01. März 2017 - Nachmittags

Das Filou, die GloReiche und Bizim Kiez distanzieren sich gemeinsam von den Vorfällen. Wir stehen für nachbarschaftliches Miteinander und Solidarität. Unser Protest ist gewaltfrei und wir lehnen jede Form von menschenverachtendem Verhalten und der Herabsetzung anderer ab.

 

 

28. Februar 2017

Jemand tilgt das Wort „Auslander“ mit weißer Farbe, am Haus steht weiterhin „Bonzen raus“.

 

 

27. Februar 2017

Unbekannte hebeln die Klingeltafel am Neubau heraus.

 

 

26./27. Februar 2017

Am „Vertikal“ steht gleich zwei Mal „Auslander Bonzen raus“, ohne den nötigen Umlaut, aber jeweils mit drei Ausrufezeichen.

 

 

25. Februar 2017

Die GloReiche, viele Initiativen und Nachbar*innen beteiligen sich an der „Kiez-Demo gegen Verdrängung“. Mehr und mehr Menschen schließen sich dem Demo-Zug an, am Ende werden es 2.500 sein. Der Zug hält bald vor der Buchhandlung Kisch&Co, die nach 20 Jahren einer Optiker-Filiale der holländischen Kette „Ace & Tate“ weichen soll. Es geht weiter Richtung Kottbusser Tor, über die Reichenberger in die Lausitzer Straße. Dort haben die Mieter*innen und Gewerbetreibenden der Lausitzer Straße 10 und 11 einen Teilerfolg in ihrer Auseinandersetzung mit der Immobilienfirma Taekker errungen. Nach einem Schlenker über die Wiener Straße landen alle Demonstrant*innen wieder auf Reichenberger Straße und damit vor dem Filou. Dieses Mal sind alle auf der richtigen Straßenseite, die gesamte Kreuzung ist gesperrt: So geht das also! Während Hausbesitzer Charles Skinner den Protest aus einem seiner zukünftigen Ferienappartements noch fleißig filmt, schwenkt die Demonstration über die Glogauer Straße am Görlitzer Park vorbei in die Wrangelstraße und endet vor „Bantelmann“. Wir verteilen an diesem Tag mehr als 700 Aufkleber und Handzettel sowie rund 500 Aktionspostkarten „Kündigung zurücknehmen“.

 

 

21. Februar 2017

Cansel Kiziltepe, SPD-Bundestagsabgeordnete, besucht das Filou.

 

 

20. Februar 2017

Inzwischen hat das Filou schon mehr als 2.000 Unterschriften für seinen Verbleib im Kiez gesammelt.

 

 

18. Februar 2017

Die GloReiche unterstützt die Kundgebung für den Erhalt der Bantelmann Betriebe Berlin im Wrangelkiez mit einem Redebeitrag.

 

 

15./16. Februar 2017

Die Banner-AG der GloReiche hatte ganze Arbeit geleistet und Kunst in den Protest der GloReiche gebracht. Jetzt hängen ihre Werke an diversen Balkonen und Hauswänden, unübersehbar.

Direkt vor einer Vernissage im „Vertikal“ sind allerdings einige verschwunden. Außerdem sind alle Ampelpfosten an der Kreuzung Glogauer/Reichberger Straße saubergekratzt – es klebte kein einziger Zettel mehr, der auf die Schließung des Filou hinweist.

 

 

14. Februar 2017

Die Solidarität im Kiez wächst. Das Plakativ klebt ein neues Wandbild an die berühmte Kreuzberger Protestwand (Manteuffelstraße Ecke Oranienstraße) auf dem auch das Cafe Filou genannt wird. „Tatü Tata – wir bleiben alle“ ist dort zu lesen.

 

 

12. Februar 2017 

2. Kundgebung. Das Motto lautet „5 vor 12“.

Mehr als 300 Menschen haben an der Kundgebung "Filou bleibt" teilgenommen. Und obwohl der Eigentümer des Gebäudes kurzfristig den Strom abgestellt hat haben wir weiter demonstriert. Das Filou und die GloReiche erhalten Unterstützung durch die Initiativen Lause bleibt, Bizim Kiez, Zwangsräumung verhindern, Unser Block bleibt, Kiezversammlung Friedrichshain Nordkiez und die Betreiberin von Bantelmann Betriebe Berlin. Der Rapper Beatyov sorgt mit einem Filou-Song für gute Stimmung.

 

 

09. Februar 2017 - Abends

Das Thema „Verdrängung“ betrifft den gesamten Bezirk. Am Abend treffen sich Kreuzberger*innen im SO36 zur 1. Kiezversammlung. Hier stellt sich auch die GloReiche und den Fall Filou vor.

 

 

09. Februar 2017 - Nachmittags

Hans-Christian Ströbele, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, besucht das Filou.

 

 

08. Februar 2017

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Friedrichshain-Kreuzberg erklärt parteiübergreifend „ihre Unterstützung für den Verbleib der Bäckerei Filou in der Reichenberger Straße 86 in Kreuzberg. Die Eigentümer und Vermieter der Gewerbeeinheit werden aufgefordert, die ausgesprochene Kündigung zum 31. Juli diesen Jahres zurückzunehmen. Um einen langfristigen Verbleib der Bäckerei im Kiez zu ermöglichen fordert die BVV die Eigentümer auf, sich entsprechenden Gesprächen mit den Betreibern nicht zu verschließen und diese zeitnah zu ermöglichen.“

 

 

01. Februar 2017 -  Abends

1. Kundgebung

napp 100 Nachbarinnen und Nachbarn versammeln sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Neubaus. NachbarInnen erzählen, was sie an ihrer Bäckerei lieben – zum Beispiel, dass man den Filou-Leuten jederzeit einen Schlüssel anvertrauen kann.

 

01. Februar 2017 - Morgens

Das „Vertikal“ hat am Morgen ein Graffito auf der Hauswand: „Investoren Träume platzen lassen“. Die Betreiber haben die Polizei gerufen, die Schrift anschließend übermalen lassen und auf einer Tafel „Suppe gegen Vandalismus“ angeboten, so lange der Vorrat reiche.

 

01. Februar 2017 

Die GloReiche ist unter „Filou bleibt“ auf Facebook und bei Twitter unter #filoubleibt unterwegs.

 

 

27. Januar 2017

Nachbarschaftsversammlung in der Martha-Gemeinde.

Daniel Spülbeck, auf einer improvisierten Bühne ins Interview gebeten, informiert kurz über die Situation des Filou. In der offenen Aussprache sind die Beiträge erfreulich kurz, es geht vielmehr gleich zur Sache. Die Nachbarschaft verteilt sich auf eine Medien-, eine Banner-, eine Straßen- und eine Politik-AG und in verschiedene Ecken. Das ist die Geburtsstunde der Anwohnerinitative GloReiche.

Der Abend endet mit einem dreiminütigen Go-In im „Vertikal“. 30 Nachbar*nnen skandieren unbeholfen, aber fröhlich, „Filou bleibt!“ sowie „Grüne Fassade und nichts dahinter".

 

 

Im Januar 2017

Bizim Kiez ruft zu einem Treffen der Nachbarschaft am 27. Januar auf.

 

 

Anfang Januar 2017

Nadja und Daniel informieren die Nachbarschaft. Am Filou kleben Zettel: „Wir müssen raus!“ Die Eigentümer haben sie wissen lassen, dass das Bäckerei-Café nicht mehr in „das Konzept des Kiezes“ passe. In Gesprächen und über Social Media-Plattformen erfahren mehr und mehr Menschen von der Kündigung. Im Laden liegen Unterschriften- listen dagegen aus. Wir NachbarInnen tragen uns sofort ein.

 

 

18. Dezember 2016

Bizim Kiez berichtet erstmals über das Filou.

 

 

Im Dezember 2016

Die Baumaßnahmen gehen zu Ende. Wer die Fenster des Neubaus in den Blick nimmt, sieht überall die gleichen Lampenschirme in den Zimmern. Hier ist kein Wohnraum entstanden – das sind Ferienwohnungen.

 

 

9. Dezember 2016

Die Betreiber des Bäckerei-Cafés „Filou“ in der Reichenberger Straße 96, Nadja Wagner und Daniel Spülbeck, erhalten überraschend die Ankündigung, dass ihr Mietvertrag nicht verlängert wird. Sie sollen ihr Geschäft, das sie seit knapp 15 Jahren führen, zum 31. Juli 2017 aufgeben.

 

 

31. Oktober 2016

Die B.Z. berichtet über den Neubau, in dem nun doch keine Wohnungen entstehen.

 

 

10. September 2016

So sieht das Gebäude mittlerweile aus

 

 

09. September 2015

In einer weiteren E-Mail der Hausverwaltung an die Betreiber des Filous wird nochmals versichert „wie ich Ihnen ausführlich erläutert habe, möchte der Eigentümer Sie als Mieter der Gewerberäume behalten.“

 

 

18. Juni 2015

Eine E-Mail der Hausverwaltung an die Betreiber des Filous endet mit den Worten: „Wir möchten Sie gerne als Mieter behalten (…)“

 

 

19. November 2013

Auf der Brache zwischen den Altbauten in der Glogauer Straße Ecke Reichenberger Straße beginnen die Arbeiten für einen Neubau. Die Hausverwaltung informiert die betroffenen Mieter*innen und kündigt ein Wohnhaus an. So erfahren auch die Betreiber des Filous von den geplanten Baumaßnahmen.